LOKAL MOBIL GLOBAL analysiert das Weltbild moderner Marienwallfahrt kulturwissenschaftlich. Im Blickpunkt stehen Menschen, die, anders als Wallfahrer, unfreiwillig unterwegs sind: auf der Flucht vor Hunger und Krieg, politisch verfolgt, als Straftäter oder nach ethnischen Pogromen. Hat die Marienwallfahrt von diesen "Existenz-Pilgern" aus betrachtet interkulturelle Kraft? Oder ist sie eher eine Spielwiese für Ewiggestrige?
Wer nicht flieht, hat meist gute Gründe zum Bleiben: Lust, Liebe und erfülltes Leben, zumindest ein bescheidenes Glück.
Auf beide Fragen ergeben sich in historischen "Tiefenbohrungen" und aktueller Materialfülle überraschende Antworten, geleitet von der österlichen Erscheinungsgestalt und ihrer irdischen Mutter, die zu einer Praxis universalen Glücks verführen.
Ausführliche Register ermöglichen auch eine lexikalische Verwendung des Textes, fast 1000 Fußnoten die wissenschaftliche Vertiefung in das Quellenmaterial.